Shot 86: Wer bleibt übrig?
Diese Woche geht es um die Rollen, die wir jeden Tag spielen.
Guten Morgen,
Wenn dir dein Job genommen wird.
Dein Status.
Deine Aufgabe.
Was bleibt von dir übrig, wenn niemand mehr etwas von dir braucht?
Viele Menschen beantworten diese Frage nie.
Deshalb klammern sie sich an ihre Rolle, selbst wenn sie längst darunter leiden.
Dann sitzt jemand mit 60 am Küchentisch und merkt:
Er weiß genau, wie sein Beruf funktioniert.
Aber nicht, wer er ohne ihn ist.
Solange du nur deine Rolle kennst, bleibt jede Krise eine Bedrohung.
Dein Barista
Afschin

Wohl dem, der sich "Selbst" lebt und keine Rolle, der seine Berufung ausleben kann. Und trotzdem ist auch das eher Tun statt Sein? Ich finde es tatsächlich sehr schwer zu sagen wer ich bin wenn nicht das was ich tue. "Genüge" denn dann überhaupt und trotzdem, wenn ich auch mal nichts tue?