Guten Morgen,
vor mir fährt ein Radfahrer.
Eine Weile haben wir ungefähr das gleiche Tempo.
Dann kommt eine Steigung.
Er wird schneller.
Ich nicht.
Der Abstand zwischen uns wird größer.
Kurz meldet sich dieser kleine Reflex:
Komm, hinterher.
Ich trete zweimal kräftiger.
Dann lasse ich es.
Oben ist er längst weg.
Ich halte an einer Bank.
Trinke etwas.
Schaue über die Felder.
Mein Fahrrad weiß zum Glück nicht, dass wir gerade verloren haben.
Man kann etwas gern machen, ohne darin der Beste sein zu müssen.
Dein Barista
Afschin
